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Skateboarding in Ruanda

Spielerisch lernen im einzigen Skatepark Ruandas

Der Skatepark in der Hauptstadt Kigali ist ein Treffpunkt der Nachwuchs-Skater/innen Ruandas. Im ersten und einzigen Skatepark des Landes können Mädchen und Jungen über den Asphalt rollen und spielerisch Körpergefühl, Zielstrebigkeit und Selbstbewusstsein schulen. Und bei besonderen Events lernen sie etwas über Umweltschutz und Gesundheitsprävention.

 

Standort: Kigali, Ruanda

Ziele:    

  • Kinder für den Alltag fit machen
  • Umwelterziehung
  • Gesundheitserziehung

Projektpartner:

Die Situation vor Ort:

Während des Völkermords im Jahre 1994 verloren hundertausende Menschen ihr Leben, die Infrastruktur war völlig zerstört. In den letzten Jahren konnte sich Ruanda stabilisieren und gilt heute als Hoffnungsschimmer für wirtschafliche Entwicklung in Afrika. Jedoch lebt immer noch fast die Hälfte der Bevölkerung in Armut. In der Hoffnung auf Arbeit und Perspektiven, zieht es viele Familien vom Land in die Hauptstadt Kigali. Doch auch dort ist das Leben schwer und für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen wenig Raum. Viele Familien können die Schulgebühren ihrer Kinder nicht bezahlen. DIe Kinder sind oft auf sich allein gestellt. Ohne sinnvolle Aktivitäten und Förderung sind sie den Gefahren der Großstadt ausgesetzt. Schätzungen zufolge leben in der Stadt zwischen 5.000 und 10.000 Straßenkinder.

Das Projekt:

Die Anlage in Kigali ist der erste Skatepark des Landes. Der Park befindet sich auf dem Schulhof der Grundschule der SOS-Kinderdörfer und bietet den Nachwuch-Skater/innen eine geschützte Umgebung, in der sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können. Der Skatepark wird von den SOS-Schüler/innen genutzt und steht auch allen Kindern der umliegenden Gemeinde zur Verfügung. Die Mädchen und Jungen werden von einem skate-aid-Freiwilligen an das Skateboardfahren herangeführt und können regelmäßig am Skateboardtraining teilnehmen. skate-aid stellt zudem das benötigte Skate-Equipment, wie Skateboards, Schutzausrüstungen, Helme und Hardware zur Verfügung, das die Kinder sich vor Ort ausleihen können.

Social Impact:

Skateboarding ist in Ruanda eine junge Sportart. Viele Kinder und Jugendliche haben in dem Projekt zum ersten Mal die Möglichkiet, auf einem Skateboard zu stehen und über den Asphalt zu rollen. Diese neue Erfahrung wirkt sich positiv auf ihr Körpergefühl aus und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Das gemeinsame Erleben stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Und es macht sie selbstbewusst, eine Sportart zu beherrschen, an die sich Älterne und Lehrer/innen nicht heranwagen. Zudem schult das Skateboarding Zielstrebigkeit: nach einem Sturz wieder aufstehen, den Trick noch einmal probieren, bis es endlich gelingt. Regelmäßig finden auf dem Gelände Contests und Events statt, die in ein bestimmtes Thema, wie z.B. HIV-Prävantion oder Umwelschutz gebettet werden. So können die Kinder skaten und dabei noch etwas für ihre persönliche Entwicklung lernen.

 

 

Das Projekt leistet einen Beitrag zu den Entwicklungszielen 3, 4 und 5 der Vereinten Nationen:

 

Fotos: Skate-Aid